Kernelemente der Energiewende

Handlungsfelder Energiewende

Die Energiewende erweist sich als eine vielseitige Transformation unserer Gesellschaft, die nicht nur die technische Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen betrachtet. Stattdessen werden strategische Themen, relevante Akteursgruppen und ausgewählte Energiesektoren berücksichtigt.

Um die Aktivitäten der Energiewende zu strukturieren, wird die Energiewende anhand von 12 Handlungsfeldern abgebildet. Diese lassen sich in drei Stränge zusammenfassen: Strategie, Akteure und Sektoren. Die Einteilung in 12 Handlungsfelder erleichtert es außerdem, Schwerpunkte und Aktivitäten von Kommunen und deren Entwicklungen gezielter zu erkennen. Stärken und Handlungsbedarf lassen sich thematisch erfassen und können besser bearbeitet werden.

Ursprung der Unterteilung von Aktivitäten zur Energiewende in diese 12 Handlungsfelder ist die internationale Kampagne ‚Global 100% Renewable Energy‘ von deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. und verschiedenen Partnern. International werden die 12 Handlungsfelder in verschiedenen Städten und Regionen angewendet. Weitere Informationen zur internationalen Kampagne erhalten Sie auf der Projektwebseite: www.go100re.net

Die Handlungsfelder im Überblick

Wie sehr tragen unterschiedlichste Aktivitäten und Maßnahmen, Projekte und Partnerschaften dazu bei, dass Wissen erzeugt, angesammelt und an die Zielgruppen (etwa durch Forschungsprojekte, Weiterbildungen, Energieberatungen) weitergegeben wird?
Wie umfassend wird die Öffentlichkeit durch Öffentlichkeitsarbeit (etwa in Form von Veranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Touren), Beratungsangeboten und Finanzierungsmöglichkeiten an Projekte und Prozessen der Energiewende beteiligt?
Wie weit engagieren sich und kooperieren lokale Akteursgruppen (d.h. Politik, Handwerk und Industrie, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Bankwirtschaft und Forschungseinrichtungen) der Region in den unterschiedlichen Sektoren um die gesetzten Ziele erreichen zu können?
Wie stark beteiligt sich die Kommune an regionalen, nationalen und internationalen Netzwerke, um Ziele der Energiewende zu erreichen? Bestehen Partnerschaften zum Austausch von Know-How?
Werden verschiedenartige erneuerbare Energiequellen und Energietechnologien genutzt? Werden diese in Pilot- und Modellvorhaben erprobt und demonstriert?
Wie weit unterstützen Aktivitäten im Verkehrssektor, bspw. durch ÖPNV, Elektromobilität, Carsharing oder Fahrradroutennetze, die Zielsetzungen? Bietet eine Mobilitätsstrategie (maßgebliche) Orientierung?
Wie sehr unterstützen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie unabhängig des Sektors die Zielsetzungen? Wird eine Kultur des einsparenden Verhaltens unterstützt?
Wie stark unterstützen Aktivitäten im Gebäudesektor die Zielsetzungen? Wie hoch ist die Sanierungsrate und der Verbrauch insbesondere der kommunalen Liegenschaften? Werden Fördermittel genutzt? Gibt es Beratungsangebote zu Fördermitteln und Maßnahmen?
Liegen Vereinbarungen von Zielen und Zwischenzielen für 100 Prozent erneuerbare Energien vor? Sind Zielsetzungen sektorspezifisch und zeitlich vereinbart worden? Zeithorizont, Verbindlichkeit Sichern politische Beschlüsse eine stärkere Verbindlichkeit für diese Zielsetzungen?
Unterstützen strategische Planung- und Kontrollinstrumente, etwa in Form von Strategien, Konzepten, Potentialanalysen, Berichterstattung, Energiemanagementsysteme oder eine gesicherte Datengrundlage, die Zielerreichung?
Wird der Aufbau einer Institution diesen Anforderungen gerecht? Erlauben der Umfang und die hierarchischen Personalstrukturen der Verwaltung die Umsetzung von Strategien?
Wie weit ist die Kommune auf dem Weg zu 100% erneuerbaren Energien? Welchen Anteil haben erneuerbare Energiequellen an der Stromversorgung? Wie weit ist der Ausbau der Wärmeversorgung mithilfe von erneuerbaren Energien fortgeschritten?